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Tomatenhaus selber bauen: So geht’s!

Grundlagen für den Bau eines Tomatenhauses

Selbstangebaute Tomaten sind überaus gesund, frei von giftigen Spritzmitteln und mit viel Liebe vom Samen zur Frucht selbst gezogen. Da schmeckt es gleich nochmal so gut. Tomaten im Freiland anzubauen, ist mit einigen Tücken verbunden. Während zu Beginn noch alles sprießt und wächst, kommt zum Ende des Sommer die Frustphase. Die leckeren Tomaten platzen auf, noch bevor sie geerntet werden konnten. Freud und Leid liegen dicht beieinander, da ist das Tomatenhaus eine sinnvolle Anschaffung für eine reiche Ernte. Mit etwas Know-how und handwerklichem Geschick entsteht aus einfachen Baumaterialien ein wirkungsvolles Tomatenhaus, dass trotz trockener Sommer und verregneter Saison für reichlich Tomaten sorgen wird.

Der geschützte Anbau ist für Tomaten ideal. Dazu bietet sich bspw. ein (selbstgebautes) Tomatenhaus an. Foto: Sebastian Starke

Der geschützte Anbau ist für Tomaten ideal. Dazu bietet sich bspw. ein (selbstgebautes) Tomatenhaus an. Foto: Sebastian Starke

Vor allem die Kraut- und Braunfäule macht im Garten den Tomatenpflanzen zu schaffen. Tomaten lieben viel Wasser, jedoch bevorzugen sie die Wassergabe ausschließlich über die Wurzeln und nicht über die Blätter. Dieser Umstand muss beim Gießen der Tomaten beachtet werden. Bei starkem Regen oder einem Sommerunwetter ist die erwartete Ernte schnell dahin. Das Tomatenhaus muss nicht von einem Fachmann aufgebaut werden. Jeder Hobby-Handwerker bekommt das ebenfalls hin. Wer Abstand nehmen möchte vom selbstgebauten Tomatenhaus, der kann im Handel Tomatenhäuser in allen Preisklassen finden.

Zurück zum Do-it-Yourself Tomatenhaus: Ein eigentlich klassisches Gewächshaus, dass etwas schmaler und dafür höher ausfällt, wird in der Regel als Tomatenhaus bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Tomatengewächshaus selber zu bauen. Wenn Sie die Tomatenpflanzen direkt in die Erde pflanzen möchten, sollten Sie auf ein Gewächshaus mit mindestens 2,00 m Höhe zurückgreifen. Ein windstiller Platz ist ideal und Glashäuser sollten nach Nord-Süd ausgerichtet werden. Sie müssen mit Kosten von ca. 200€ aufwärts rechnen, wenn Sie ein Tomatengewächshaus aus Glas in der empfohlenen Mindestgröße von 3 x 2 x 2 Metern aufstellen möchten. Wir haben aber eine kreative Alternative zum gekauften Tomatenhaus für Sie, die kostengünstig und super leicht aufgebaut ist.

Was wird benötigt?

Für das selbstgebaute Tomatenhaus benötigen Sie folgendes Material und Werkzeug:

Material

  • 6 x 6 cm Kanthölzer, ca. 16 laufende Meter
  • 4 Stück Einschlaghülsen in passender Größe
  • ca. 3 x 3 Meter Wellplatte in der Stärke 0,88 m, aus Kunststoff, komplett transparent

Werkzeug

  • Säge
  • Elektrischer Hobel
  • Wasserwaage
  • Winkelschleifer
  • dünne Metallscheibe zum Maßschneiden der Wellplatten
  • Schrauben und Befestigungen

Tomatenhaus Bauanleitung: so geht’s!

Das selbstgebaute Tomatenhaus erfüllt seinen Zweck und ist optisch ansprechend. Mit einfachen Baumaterialien und Standard-Werkzeug erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit einen sicheren Überstand für die empfindlichen Tomatenpflanzen. In unserer Bauanleitung haben wir uns für ein einfaches und günstiges Tomatenhaus entschieden, in dem ca. 4-5 Tomatenpflanzen Platz finden. Wer mehr Bedarf an gesundem Gemüse aus dem eigenen Garten hat, muss die Mengen und Größen entsprechend anpassen. Wichtig ist vor allem, dass ein Dach und ein Windschutz vorhanden sind. Die richtige Befestigung stellt sicher, dass auch bei starkem Wind das Tomatenhaus sicher steht. In unserem Beispiel können Sie die Tomaten direkt in die Erde pflanzen. Das Tomatenhaus wird passgenau über dem Beet errichtet. Zeichnen Sie Ihr Tomatenhaus am besten auf einer Skizze vor.

Unsere Schritt-für-Schritt Anleitung für ein Tomatenhaus mit ca. 2,40 m Breite x 80 cm Tiefe x 2 m Höhe:

  1. Für die Unterkonstruktion haben wir Kantholz in der Stärke 6 x 6 cm verwendet. Das einfache Bauholz wurde mit einem elektrischen Hobel glatt gehobelt.
  2. Schlagen Sie zuerst die passenden Einschlaghülsen und dann die mit dem Winkelschleifer vorbereiteten Pfosten aus Holz so in die Erde, das die abgewinkelten Enden nach oben zeigen. Setzen Sie die hinteren etwas tiefer, damit Regenwasser besser vom Dach abfließen kann. Befestigen Sie die Kanthölzer gut in den Einschlaghülsen.
  3. Prüfen Sie alles mit der Wasserwaage und verbinden Sie nun die vier Pfosten mit den entsprechend zugesägten Dachstreben aus Holz.
  4. Damit das Welldach eine höhere Traglast erhält, setzen Sie im Abstand von ca. 40 cm Querstreben aus Kantholz zwischen die Dachkonstruktion.
  5. Weitere Querstreben zur Verbesserung der Standfestigkeit können nach Bedarf seitlich und hinten angebracht werden.
  6. Schneiden Sie die Wellplatte passend für das Dach zu und befestigen Sie es mit den Schrauben.
  7. Die Wetterseite wird ebenfalls mit Wellplatte verschlossen, damit die zierlichen Jungpflanzen nicht bei der ersten starken Böe umfallen oder sich Staunässe bildet. Lassen Sie ca. 10 cm frei über dem Boden. Die Wellplatte muss nicht ebenerdig abschließen.
  8. Zuletzt verwenden Sie die restliche Wellplatte für den hinteren Teil des Tomatenhauses. Dabei muss sie nicht bis zum Boden reichen. Dieser Schutz ist vor allem für die bereits hochgewachsenen Tomatenpflanzen gedacht und sichert sie vor Hagel, Starkregen und Sturm zusätzlich von hinten ab.

Fertig ist das preiswerte und selbstgemachte Tomatenhaus! Einer reifen Ernte mit saftigen und aromatischen Tomaten aus dem eigenen Garten steht nichts mehr im Wege. Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit, ob die Pflanzen ausreichend geschützt sind. Heben Sie sicherheitshalber übriggebliebene Wellplatte auf, dann können Sie bei Bedarf noch die ein oder andere Ecke abdecken.

Nachteile von Tomatengewächshäusern und warum sich ein Kauf trotzdem lohnt

Tomatengewächshäuser, die in der Regel aus einem Metall-Steckrohrrahmen und einem Überzug aus Gitterfolie bestehen, machen in den meisten Fällen einen recht fragilen Eindruck. Außerdem ist das Platzangebot für Pflanzen relativ gering. Dagegen steht allerdings ein sehr günstiger Anschaffungspreis. Die Frage lautet daher: Lohnt sich der Kauf eines Tomatenhauses trotz der offensichtlicher Nachteile? Weiterlesen

Buschtomaten im Freiland

Nicht jeder möchte in seinem Garten ein (Tomaten-)Gewächshaus aufstellen oder hat genug Zeit sich ausreichend um die Pflege seines Gartens zu kümmern. Oft wird deshalb auf den Anbau von Gemüse, wie eben Tomaten, verzichtet. Das muss aber nicht sein.

Die einfache Lösung: Buschtomaten.

Junge Buschtomaten, Sorte Darinka F1 Buschtomaten sind in der Regel sehr pflegeleicht. Ein Ausgeizen bzw. Ausbrechen der Seitentriebe ist nicht notwendig. Im Wuchs kann man die Pflanzen sich selbst überlassen. Eventuell ist bei einigen Sorten noch eine kleine Rankhilfe notwendig. Eine Buschtomaten-Pflanze wird in der Regel nicht sehr hoch. Sie wachsen buschig kompakt bis zu einer Höhe von einem halben Meter, in seltenen Fällen mit Rankhilfe bis einen Meter. Neben dem Gießen und vielleicht ab und zu einer Düngergabe, kann eine Buschtomate während der Gartensaison sich selbst überlassen werden. Weiterlesen

Gewächshausarten im Vergleich – Was für Modelle gibt es?

Geht es um das Kultivieren von Tomaten und anderem Gemüse, dann empfiehlt sich ein Gewächshaus. Egal, wie groß der Garten ist und über welches Budget Sie verfügen, es findet sich dank riesiger Auswahl ganz bestimmt das richtige Modell. Hier gibt es einen Überblick über gängige Gewächshausarten. Weiterlesen

Gerätehaus: Gartengeräte richtig aufbewahren – darauf sollten Sie achten

Ein Gerätehaus ist genau das Richtige, um all die Gartengeräte und andere Gegenstände sicher zu verstauen. Aber wie schaffen Sie es, auf wenig Platz möglichst viel unterzubringen und außerdem die Geräte – speziell im Winter – richtig aufzubewahren?

Die Voraussetzung: das Gerätehaus

Gewächshaus

Foto: Karibu Gewächshaus Arnica1 © Gartenhaus GmbH

Am besten überlegen Sie vor dem Kauf, welches Material, welche Größe und welche Ausstattung für Sie von Vorteil sind. Wer an ein Gebäude im Garten denkt, dem kommt sofort Holz als natürliches und dekoratives Material in den Sinn. In der Tat gibt es eine große Auswahl an Geräteschuppen aus Holz. Sie ähneln einem stilvollen Gartenhäuschen, sind aber meist etwas kleiner und nicht mit so vielen oder großen Fenstern versehen. Investieren Sie in ein Gerätehaus aus Holz mit Doppeltür, ist es leichter, große Geräte wie Rasenmäher und Schubkarre zu manövrieren. Als Alternative zu Holz bietet sich Metall an. Der große Vorteil hieran ist, dass so ein Geräteschuppen aus Metall sehr pflegeleicht und langlebig ist. Feuerverzinktes Metall garantiert zudem optimalen Schutz der Gartengeräte. Was ich persönlich sehr schön und praktisch finde ist die Kombination Gewächshaus und Gerätehaus (siehe Bild), sodass alles nah beieinander ist. Was es alles für Größen und Kombinationsmöglichkeiten gibt, führt die Gartenhaus GmbH als Spezialist für Gartenhäuser, Geräteschuppen und Gewächshäuser im Fertigbausatz vor Augen. Das A und O ist, dass das Gerätehaus gut isoliert und gedämmt ist, damit die Geräte nicht Schmutz, Feuchtigkeit und klirrender Kälte ausgesetzt werden. Weiterlesen