So machen Sie ein Tomatengewächshaus stabil

Tomatengewaechshaus stabil Zugeben, das durchschnittliche Tomatengewächshaus macht keinen sehr stabilen Eindruck. Dieser Eindruck täuscht leider nicht. Die typischen Tomatengewächshäuser, die aus einem Steck-Rohr-Rahmen mit Eckverbindungen aus Kunststoff und einer Gewebefolie bestehen, bieten einige Angriffspunkte. An Vorder- und Rückseite hat der Wind eine große Angriffsfläche. Das Dach kann bei starken Regenfällen zu einem See werden.

Mit wenigen Handgriffen und für unter 10€ lässt sich dieses Manko jedoch einfach beheben, denn ein Tomatengewächshaus stabil zu machen, ist relativ einfach.

Doch warum ist die Stabilität bei einem solchen Foliengewächshaus ein Problem? Es ist ein relativ günstiger Artikel, der meist schon für weit unter 50€ zu bekommen ist. Dies zwingt die Hersteller zu einigen Maßnahmen, die aus Verbrauchersicht vielleicht nicht ganz nachvollziehbar sind. Tomatengewächshäuser sind in der Regel relativ kompakt verpackt. Das spart Kosten für Transport und Lagerung. Die Folge sind viele Einzelteile, die Angriffspunkte bieten können.

So machen Sie ein Tomatengewächshaus stabil

Das ist relativ einfach zu lösen. Das einzige was Sie benötigen, sind vier stabile Holzlatte oder alte etwas dickere Metallrohre, eine Estrich-Matte für ca. 5€ und längere stabile Kabelbinder.

Im Folgenden zeige ich, wie man ein Tomatengewächshaus mit diesen wenigen Handgriffen stabil macht:

1. Stabilität des Daches

Tomatengewächshaus stabil - Dach Wer sein Tomatengewächshaus aufgebaut hat, wird spätestens nach dem ersten Regen erkennen, wo bei Dach das Problem liegt. Das Dach wird bei den meisten Modellen nicht zusätzlich stabilisiert und bei starken Regenfällen kann sich das Wasser im Dach sammeln, denn die Folie bildet dann eine Mulde, die zu einem echten Stausee führen kann. Die Folge: Je mehr es regnet, desto mehr Wasser sammelt sich im Dach des Tomatengewächshauses. Dadurch kann die Folie an den Seiten nach oben gezogen werden. Es können Schäden an der Folie entstehen.

Für diesen Fall kommt nun die Estrich-Matte ins Spiel. Diese ist leicht, doch äußerst stabil. Sie wird auf das Dach gelegt, unter die Folie. Beim Kauf muss man darauf achten, die Metallmatte an allen Seiten gut zehn Zentimeter über steht. Dieser Überstand wird dann um den Dachrahmen gebogen. Es entsteht ein stabiles Dach, das Pfützen verhindert. Das Regenwasser läuft so problemlos ab.

2. Vorder- und Rückseite vor Wind schützen

Tomatengewächshaus stabil - Rückseite Um das Tomatengewächshaus vor stärkeren Winden zu schützen, sollte man die großen Seiten stabilisieren. Verbinden Sie an der Rückseite einfach den Dachrahmen durch dünne aber stabile Latten mit den Rahmen am Boden. Durch ein oder zwei Leisten entstehen kleinere Einzelfächen, die weniger anfällig sind, als eine große Angriffsfläche. Die Leisten fangen die Kraft des Windes ab. Die Leisten können Sie einfach durch Kabelbinder mit dem Rahmen verbinden. Unten können die Leisten ruhig etwas in den Boden geschlagen werden. So entsteht zusätzliche Stabilität. Oben sollte die Leisten mit dem Rahmen abschließen.

An der Vorderseite geht das leider aufgrund der Öffnung des Tomatengewächshauses leider nicht. Stellen Sie das Gewächshaus daher so auf, dass die Vorderseite nicht den meisten Wind abbekommt.

3. Verankerung im Boden

Stabiles Tomatengewächshaus Die mitgelieferten Erdanker sind oft etwas kurz geraten und für die Bänder an denen diese befestigt werden, ist nicht in jedem Garten Platz. Das Problem kann man ganz einfach lösen, indem man in den vier Ecken innerhalb vom Tomatengewächshaus jeweils ein Latte oder ein dickeres Rohr in den Boden schlägt. Dann kann der Rahmen ganz einfach über Kabelbinder mit diesen verbunden werden. Eine stabilere Verankerung im Boden gibt es nicht.

An den Unterseiten hat ein Tomatengewächshaus oft einen Folien-Überhang. Die überstehende Folie versenkt man am besten im Boden. Richtig stabil wird das Ganze, wenn eine Leiste in den Überhang eingerollt und mit vergraben wird. So kann sich die Folie nicht aus der Erde ziehen, z. B. durch starke Wind.

Fazit: Zusätzliche Handgriffe, die sich lohnen

Mit den oben genannten Handriffen wird ein Tomatengewächshaus stabil. Es fallen zwar zusätzliche Ausgaben an, doch diese sind gering und helfen dabei, die Haltbarkeit zu erhöhen und Frust beim Anbau von Tomaten in einem Tomatengewächshaus zu vermeiden.