Nachteile von Tomatengewächshäusern und warum sich ein Kauf trotzdem lohnt

Tomatengewächshäuser, die in der Regel aus einem Metall-Steckrohrrahmen und einem Überzug aus Gitterfolie bestehen, machen in den meisten Fällen einen recht fragilen Eindruck. Außerdem ist das Platzangebot für Pflanzen relativ gering. Dagegen steht allerdings ein sehr günstiger Anschaffungspreis. Die Frage lautet daher: Lohnt sich der Kauf eines Tomatenhauses trotz der offensichtlicher Nachteile?

Fehlende Stabilität bei Tomatengewächshäusern

Tomatengewächshaus stabiler machen

Mit einfachen Mitteln lässt sich ein Tomatengewächshaus verstärken

Die Stabilität von den im Handel erhältlichen Foliengewächshäusern für Tomaten sorgt immer wieder für Punktabzüge in Produktbewertungen. Die Erfahrung zeigt: zurecht. Die übliche Steckkonstruktion mit Verbindern aus Plastik bietet viele Angriffspunkte. Besonders gefährdet ist diese Konstruktion, wenn der Wind gegen die üblich verwendete PE-Gitterfolie drückt. Die beiliegenden Bodenanker, die leider viel zu kurz sind, sorgen leider nicht für die notwendige Stabilität.

Ein weiterer Nachteil wird bei der Dachkonstruktion deutlich. Bei starkem Regen bildet sich im Dach schnell ein große Pfütze, die das Foliendach nach unten und die Folie an den Seiten nach oben zieht. Das ist nicht nur unschön, sondern gefährdet auch die ganze Konstruktion durch das hohe Gewicht des Regenwassers.

Wer etwas Zeit und Material investiert, kann diesen Mangel jedoch abstellen. In folgendem Beitrag zeige ich, wie Sie ein Gewächshaus stabil machen und es jeder Witterung trotzt: So machen Sie ein Tomatengewächshaus stabil

Geringe Haltbarkeit von Tomatenhäusern

Tomatenhaus Pflege

Pflege verlängert die Haltbarkeit

Man würde lügen, wenn man behauptet, dass ein Foliengewächshaus eine Anschaffung für die Ewigkeit ist. Durch die Konstruktion und die verwendete Folie ist die Haltbarkeit eher gering. Dazu kommen anfällige Reißverschlüsse, mit denen das Gewächshaus geöffnet und geschlossen wird. Die Gitterfolie wird in den meisten Fällen nur mit Klettverschluss oder Fäden am Rahmen befestigt.

In meinem Artikel „Das Tomatengewächshaus im Winter“ finden Sie Tipps, wie Sie das Leben eines Tomatengewächshauses zumindest etwas verlängern können. Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass ein Gewächshaus aus Folie nicht länger als zwei bis drei Gartenjahre halten wird. Bei einem Preis von oft weit unter 50€ ist es klar, dass es keine vollwertige Gewächshaus-Konstruktion ersetzen kann.

Mangelndes Platzangebot

Die geringe Grundfläche bei einem typischen Tomatenzelt lässt nur den geschützten Anbau von drei bis maximal vier Tomatenpflanzen zu. Bei der richtigen Sortenwahl kommen Sie damit bei einem kleinen Haushalt aber bequem durchs Gartenjahr. Alternativ gibt es sogenannte XXL-Tomatenhäuser: z. B. das Tomatengewächshaus Spezial* oder das Tomatengewächshaus XXL* (beide angeboten von Gärtner Pötschke), die von der Größe her einem normalen Gewächshaus ähneln. Die Preise für sog. XXL-Tomatengewächshäuser sind auch moderat. Wer langfristig plant, sollte allerdings über ein vollwertiges Gewächshaus mit Fundament, einem stabilen Aluminium-Rahmen und Hohlkammerplatten nachdenken.

Fazit: Ein Kauf lohnt sich trotzdem, wenn…

… Sie keine überzogenen Erwartungen an ein Tomatengewächshaus haben, sich den geringen Preis vor Augen halten und etwas Zeit in die Verstärkung der Konstruktion und in die Pflege investieren.