Meine Tomaten für das Jahr 2015

Das neue Gartenjahr 2015 hat bereits begonnen. Ende Februar, Anfang März wird es Zeit, die Tomaten auszusäen. Auch in diesem Jahr werde ich wieder für mich neue Sorte anbauen. Das letzte Tomatenjahr war durchwachsen. Viele Sorten haben sich als Flop herausgestellt, was auch an den schlechten Witterungsbedingungen im Frühsommer gelegen haben kann.

Nun steht die neue Gartensaison an und ich freue mich schon wieder auf frische Tomaten aus meinem Gewächshaus und Tomatengewächshaus. Aber auch im Freiland werde ich in diesem Tomaten anbauen.

Folgende Tomatensorten habe ich 2015 vorgesehen:

1. Sungold F1

Tomatensorten 2015 Diese Sorte muss ich in diesem Jahr unbedingt anbauen. Diese Sorte ist im anglikanischen Raum eine der populärsten Tomaten überhaupt. Wer regelmäßig Garten-Channels auf Youtube schaut, wird dieses Phänomen schon bemerkt haben. Sungold F1 trägt tief-orange Früchte, die besonders süß schmecken sollen. Ich werde von dieser Sorte einige Pflanzen anbauen. Wahrscheinlich werden alle drei Plätze in meinem Tomatengewächshaus von Sungold F1 belegt.

2. Bio-Wildtomaten Golden Currant und Rote Murmel

Gelbe und rote Wildtomaten kenne ich vom letzten Jahr aus einem anderen Garten. Die kleine Früchte schmecken super. Wildtomaten haben den Vorteil, dass sie absolut für das Freiland geeignet sind. Sie verfügen über eine natürliche Unempfindlichkeit gegen die Kraut- und Braunfäule, was ich im letzten Jahr schon feststellen konnte. Als andere Sorte im Freiland wegen der Witterung schon die weiße Fahne geschwenkt haben, waren die Wildtomaten noch kräftig im Wuchs und habe weiter viele Tomaten produziert. Wildtomaten muss man auch nicht ausgeizen. Man kann sie einfach wachsen lassen. Sie freuen sich aber über Stützen, wie z. B. Äste einer Haselnuss, die man einfach in die Erde steckt.

3. Hoffmanns Rentita

Ebenfalls für das Freiland habe ich die Sorte Hoffmanns Rentita vorgesehen. Diese Sorte habe ich schon mehrmals angebaut. Es ist eine Buschtomate, die normal große Früchte zwischen 60 und 80g produziert. Bei kräftigem Wuchs erreicht sie eine Höhe von einem Meter. Sie ist ebenfalls robust im Freiland und verträgt auch mal eine Schlechtwetterperiode.

Diese Merkmale unterscheiden sie von anderen Buschtomaten-Sorten, die ich kenne. Diese produzieren meist kleine Früchte und Ihre Robustheit hält sich auch oft in Grenzen. Sie eignen sich eher für Kübel oder Ampeln auf dem Balkon.

Mit Hoffmanns Rentita habe ich einen Versuch vor. Ich möchte Sie im Freiland auf einem Strohbett anbauen und die Pflanzen einfach auf diesem, ohne Stützen, anbauen. Es soll im Prinzip eine Art Feldanbau werden.

4. Harzfeuer F1

Tomate Harzfeuer F1 Harzfeuer F1 ist ein Klassiker im Garten, zumindest in den neuen Bundesländern. Auch ich mag diese Sorte. Sie trägt sehr reichlich und reift schon sehr früh ab. Meist produziert Harzfeuer F1 die ersten Tomaten in meinem Garten. Der Geschmack ist auch sehr gut, zumindest verstehe ich ihren nicht so guten Ruf mancherorts. Die Sorte hat nicht umsonst in sehr vielen Gärten einen Stammplatz. Sie mag nicht spektakulär sein, ist aber verlässlich und für nahezu alle Zwecke geeignet, eine geschmacklich gute Allzwecktomate.

Harzfeuer F1 baue ich immer im Gewächshaus an. Das hat sich bewährt. Da ist viele Pflanzen dieser Sorte anbaue, kommt das Tomatengewächshaus in diesem Fall für mich nicht in Frage. Ich mag es ordentlich und jede Sorte soll einen festen Platz in meinem Garten haben. Natürlich spricht nichts dagegen, Harzfeuer F1 – genau wie fast jede andere Sorte auch – in einem Tomatengewächshaus anzubauen.

Die Sorte ziehe ich aber nicht selbst vor, sondern kaufe sie beim Gärtner meines Vertrauens. Man bekommt sehr gute Pflanzen nahezu überall, wodurch der Preis sehr gut ist. Da lohnt der Aufwand des Vorziehens nichts. Bei den anderen Sorten ist das schon anders. Hoffmanns Rentita bekommt man gar nicht als Pflanzen zu kaufen. Zumindest habe ich sie in der Region noch nicht gesehen. Bei den anderen Sorten ist das so eine Sache. Man muss Glück haben, solche exotischen Sorten zu bekommen. Der Preis ist dann entsprechend.

Lehren aus 2014

Die größte Lehre, die ich in Sachen Tomaten aus dem letzten Jahr gezogen habe, ist, dass ich nicht mehr so viele Sorten anbauen werde. Es mag zwar trendig sein, viele – auch exotische – Sorte anzubauen, aber mir war es einfach zu viel. Zumal mich viele Sorten auch wirklich enttäuscht haben. Desweiteren baue ich keine Fleischtomaten mehr an. Diese schaffe ich einfach nicht zu verarbeiten und ihre Beliebtheit in meiner Familie hielt sich auch in Grenzen. Ich setze 2015 daher verstärkt auf Nasch-Tomaten, die bei Klein und Groß sehr beliebt sind, sowie normalgroße Früchte.

Ich wünsche allen Gärtnern eine schönes Tomatenjahr.